Weiße Traun im April 2014

Endlich, die Zeit des Wartens ist vorbei, die Fliegenfischersaison beginnt.
Zwar waren die gesundheitlichen Voraussetzungen bei uns diesmal
nicht so gut, aber es ging endlich los.

                   Es ging acht Tage, in den Forellenhof in Eisenärzt,  an die weiße Traun.

 Forellenhof an der weißen Traun

Das Wetter war zwar nicht so wie erhofft, die Fliegenfischerei zeitweilig etwas
zäh, besonders die kapitalen Forellen waren nicht sehr beißfreudig,
aber trotzdem hatten wir sehr schöne Tage.

Weiße Traun bei Bibelöd

Jetzt möchten wir Fliegen mal zu Wort kommen.
Bine hatte diesmal mehr auf gesundheitliche Schonung gesetzt, oder war Sie
nun ausschließlich auf wolkenlosen Himmel- und Sonnenscheinfischerei
umgestiegen ? Das konnte ja heiter werden !
Wir wollten raus an die Luft, den Wintermief loswerden.
Wir waren in Bine’s Fliegendose schon überaus nervös,
wann ging es endlich los ?
Wer von uns würde das Anfischen bei Ihr übernehmen ?
Etliche von uns hatten mitbekommen, das Hans schon drei Tage gefischt hat.
Bei Bine war immer noch nichts zu merken, das es los ging.

         Endlich, endlich, ein Gerüttel und Geschüttel, Bine verstaute uns in der Fliegenweste.
Nach einiger Zeit, blendetet uns mächtig die Sonne,
Bine stand auf der Brücke in Bibelöd,

Weiße Traun bei Bibelöd (1)
Sie schaute abwechselnd auf die weiße Traun und auf uns.
Oh, welch eine Aufregung, wer von uns durfte als erstes loslesgen ?

Nasowas, einen Neuling sucht Sie sich aus, ist erst im Winter zu uns gekommen,
herje, plustert die sich nun auf.
Hallo, seht her, nun bin ich dran, eine Steinfliege, ich darf die Saison eröffnen, ha,
ich werde es den anderen schon zeigen, wie man eine gute Figur macht.
Mensch, Bine drück nicht mein Styling platt, behutsam bitte an das Vorfach binden.

Jetzt steht Bine mit mir direkt am Wasser, es ist herrlich
das Rauschen des Wassers zu hören,
die Sonne scheint, die Vögel zwitschern,
besser geht es nicht.

Weiße Traun bei Bibelöd
Schon geht es los, Bine schwingt die Fliegenrute und ich sause durch die Luft.
Welch tolles Gefühl, so leicht, so frei, einfach nur herrlich.
Beim vierten Wurf sehe ich sie, eine schöne Forelle, die direkt auf mich zuschießt
und schon sind wir mitten im Drill. Die Forelle jagt mit mir, wir toll durchs Wasser
hin und her gehts, kreuz und quer.
Plötzlich reißt die Forelle ab, wie ärgerlich. Bine holt mich zu Ihr ran, prüft ob alles
in Ordnung ist und macht noch ein paar Würfe mit mir.
Nach einiger Zeit schneidete Bine mich vom Vorfach ab.
                                                  Weiße Traun bei Bibelöd
Das wird ein Gezeter geben in der Fliegendose bei meiner Familie, alle werden
sicherlich auf mir rumhacken, warum ich die Forelle nicht habe halten können,
so ein Mist.
Bine hatte dann mit einer Rehhaar Sedge an diesem Tag in Bibelöd und an der alten
Säge noch ein paar schöne Forellen gefangen, wir man mir natürlich sofort
erzählt hat.
So, jetzt aber genug von mir und Bine, nun kann Hans über seine Woche
Fliegenfischen in der weißen Traun berichten.

                                                   Weiße Traun bei Bibelöd

Die weiße Traun hatte einen idealen Wasserstand und
es gab immer wieder kleine
Insektenschlüpfe.
Die Forellen nahmen gerne die angebotenen Trockenfliegen
und waren sehr kampfstark,
wobei sich die ganz Kapitalen diesmal in Zurückhaltung übten.
Die Hausstrecke erwies sich im Moment am Erfolgreichsten.

Tight Lines
Bine und Hans